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Bistum Fulda
Sr. Igna Kramp CJ leitet   „Entwicklungsbereich Geistliche Prozessbegleitung“

Sr. Igna Kramp CJ / Foto: Ruth Lehnen, Bistum Fulda

Sr. Igna Kramp CJ leitet

„Entwicklungsbereich Geistliche Prozessbegleitung“

Ordensfrau kommt für fünf Jahre ins Bistum Fulda – mit Büro im Bischofshaus

Fulda. Wie die gesamte Kirche in Deutschland befindet sich auch das Bistum Fulda in einem gewaltigen Umbruch. Umso wichtiger erscheint es, sich darauf kompetent einzustellen. Im Bistum Fulda gibt es eine ganze Reihe von Pfarreien und Pastoralverbünden, die sich diesem Wandel sehr engagiert stellen. Die Umbruchsituation erfasst dabei nicht nur die Bereiche Finanzen, Strukturen und Personal, sondern auch die Kernfrage: Wie konkretisiert sich der Sendungsauftrag der Kirche in der Welt von heute? Wie finden Menschen – die durch das Heute geprägt sind – in eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus und zu seiner Botschaft?

Aus Pfarreien erreicht Bischof Michael Gerber regelmäßig eine wichtige Rückmeldung: „Veränderung schaffen wir nur gemeinsam und als Suche nach dem, wie Gott selbst seine Kirche verändern will. Wir brauchen Unterstützung, wie wir als Team in den Projekten, in denen wir uns engagieren, auch gemeinsam geistlich arbeiten. Denn wir wollen einen Geistlichen Prozess gestalten können.“ Deshalb wird das Bistum Fulda zum 1. Februar 2020 den „Entwicklungsbereich Geistliche Prozessbegleitung“ schaffen. Die Leitung wird Sr. Igna Kramp CJ (Frankfurt am Main) übertragen.


Angebot der Geistlichen Prozessbegleitung wird 2021 neu eingeführt

Bischof Gerber hatte seit seinem Amtsantritt wiederholt betont, welche Bedeutung für ihn – auch auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen – die etablierten Beratungsformate wie Supervision, Organisationsberatung, Organisationsentwicklung oder Coaching haben. Leitungsverantwortliche in den kirchlichen Gremien und Teams brauchen Formen der professionellen Unterstützung, um aktuelle Herausforderungen analysieren und Zukunftswege strukturieren zu können. Dabei sind auch Dynamiken und Konflikte kompetent im Blick, die im menschlichen Miteinander und in intensiven Phasen der Zusammenarbeit unausweichlich sind. Das Angebot der Geistlichen Prozessbegleitung wird 2021 neu eingeführt.


Auf dem Hintergrund der reichen spirituellen Tradition der Kirche hat sich klassisch die geistliche Begleitung Einzelner etabliert. Auch im Bistum Fulda gibt es eine größere Zahl von entsprechend ausgebildeten und fachlich ausgewiesenen Begleiterinnen und Begleitern. In den vergangenen Jahren wurden ergänzend – vor allem von Vertreterinnen und Vertretern der Spiritualität des Ignatius von Loyola – verschiedene Wege entwickelt, auch Gremien und Gruppen geistlich zu begleiten. Das „Geistliche“ ist dabei wesentlich mehr als ein „Geistlicher Impuls“ oder eine Besinnung zu Beginn einer Sitzung. Vielmehr geht es darum, durch angemessene Interventionen an geeigneter Stelle im Gruppenprozess bestehende Horizonte aufzubrechen. Dadurch sollen Gremien und Gruppen unterstützt werden, tiefer der Frage nachzugehen, was der Wille Gottes in einer konkreten Situation oder vor einer bestimmten Herausforderung sein könnte. Es ist ein Weg der Spurensuche und der geistlichen Deutung: Wie äußert sich Gott im Hier und Jetzt, durch die gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit Schrift und Tradition, in den Zeichen der Zeit und auch in den Regungen des eigenen Herzens?


In den vergangenen 18 Monaten wurden mit den fünf Fachgruppen des Bistumsprozesses damit wertvolle Erfahrungen gemacht. Ihre praktische Arbeit wurde durch eine Geistliche Prozessbegleitung unterstützt. Zusammen mit Pfarrer Florian Böth war Sr. Igna Kramp CJ hier bereits engagiert. Sie hatte als Referentin des Theologisch-Pastoralen Instituts Mainz (TPI) den Auftrag, die Gruppe der Prozessbegleiter zu begleiten, gemeinsame Erfahrungen zu sammeln und für den weiteren Bistumsprozess zu erschließen. Außerdem hat sie in zwei Klausuren mit dem Priesterrat intensiv geistlich gearbeitet.


Diese konkreten Erfahrungen waren mit vielfältigen positiven Rückmeldungen verbunden – und mit dem Wunsch, hier noch stärker eigene Erfahrungen sammeln zu können. Als notwendig wurde die Kompetenz bezeichnet, Entscheidungsgremien auf diözesaner Ebene geistlich zu begleiten, entsprechende Angebote in der Fläche des Bistums zu fördern sowie dafür Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auszubilden, die auf lokaler Ebene tätig werden.


Bischof Gerber: Expertin für ein noch junges Begleitungsangebot

Für diesen Aufgaben- und Entwicklungsbereich konnte nun Sr. Igna Kramp CJ gewonnen werden. Ihr Orden, die Congregatio Jesu (früher auch als „Maria-Ward-Schwestern“ bekannt) stellt sie dazu für zunächst fünf Jahre als Mitarbeiterin im Bistum Fulda frei. Bischof Gerber zeigte sich sehr dankbar, dass dieser Schritt möglich ist: „Da es sich hier um ein relativ junges Begleitungsangebot handelt, gibt es noch nicht allzu viele Menschen in Deutschland, die damit Erfahrung und diese auch soweit reflektiert haben, dass sie bereits Multiplikatorinnen oder Multiplikatoren ausbilden können.“

Als „Leiterin des Entwicklungsbereichs Geistliche Prozessbegleitung“ wird Sr. Igna Kramp CJ unmittelbar Bischof Gerber zugeordnet. Dies drückt die Bedeutung und die notwendige Unabhängigkeit für diese Aufgabe aus, um auf den unterschiedlichen Ebenen des Bistums wirksam arbeiten zu können. Sr. Igna Kramp CJ wird ein Büro im Fuldaer Bischofshaus beziehen. Zugleich übernimmt sie die Leitung der Fachstelle Geistliche Begleitung und Exerzitien, die bislang im Seelsorgeamt verortet ist.

Sr. Igna Kramp CJ, Jahrgang 1974, gehört seit 2002 zur Congregatio Jesu. Sie hat Geschichte, Germanistik und Theologie studiert. Wissenschaftlich hat sie sowohl mit einer Doktorarbeit zu einem literaturwissenschaftlichen als auch zu einem neutestamentlichen Thema gearbeitet. Von Fulda aus wird sie zudem als Oberin für eine Apostolische Kommunität von Schwestern verantwortlich sein, die an verschiedenen Standorten wirken. „Es ist ein schönes Zeichen, dass wir mit Sr. Igna an das segensreiche Wirken ihrer Gemeinschaft in der Bischofsstadt anknüpfen könne. Bleibendes Vermächtnis der Maria-Ward-Schwestern ist ja die Marienschule, die auch heute ein ganz wichtiger Ort des Lernens und Zusammenlebens von Mädchen und jungen Frauen ist“, so Bischof Gerber. Der Auftrag des Ordens, Jesus tiefer zu begegnen, ihm mehr nachzufolgen und an seiner Sendung mitzuwirken, soll nun in einem neuen und innovativen Bereich von Kirchenentwicklung wirksam und erfahrbar werden.

06.12.2020


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